Hinweise - Aktuelles

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir sind aus dem Urlaub zurück und ab Montag, 09.08.2010, 08.00 Uhr,
frisch und erholt wieder für Sie da!

Ihr Dr. Peter Schneider u. Praxisteam    
  
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OSTEOPOROSEDIAGNOSTIK (DXA) UND -THERAPIE



Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)
Knochen können sich in Dichte und Form an die Beanspruchung anpassen und sich quasi selbst reparieren. Es gibt die für den natürlichen Abbau von Knochensubstanz spezialisierten Zellen, die man Osteoklasten nennt. Sie legen sich an die mikroskopisch kleinen Knochenverstrebungen und bauen Knochensubstanz ab. Für den Knochenaufbau sind ihre Gegenspieler, die Osteoblasten, zuständig.

In dem Fall, dass eine Osteoporose vorliegt, ist das Gleichgewicht zwischen Aufbau und Abbau nicht mehr vorhanden. Der Knochenabbau überwiegt, mit der unangenehmen Folge, dass die tragende Mikrostruktur im Knochen immer dünner, lückenhafter und schwächer wird und damit die Gesamtknochenmasse abnimmt. Wenn sogenannte Bagatelltraumata zu Knochenbrüchen (typischerweise Wirbelkörperfrakturen) führen, sollte man immer an die Möglichkeit einer zugrundeliegenden Osteoporose denken.

Ein Zusammensintern von Wirbelkörpern kann auch schleichend und fast schmerzlos erfolgen. Typisch ist auch die Abnahme der Körpergröße von mehr als 3-4 cm.



Oberschenkelhalsbrüche (besonders typisch für ältere Menschen) haben eine besonders hohe Mortalitätsrate. Außerdem können z. B. Rippenbrüche beim Husten oder Handgelenksbrüche durch Abstützen bei einem häuslichen Sturz entstehen. Frauen leiden häufiger an Osteoporose als Männer, da mit den Wechseljahren die Östrogene als ein Schutzfaktor des Knochens ausfallen.
In Deutschland ist jede 2. Frau über 70 Jahre und jeder 5. Mann ab 50 Jahre an Osteoporose erkrankt!

Durch die Densitometrie (Knochendichtemessung) kann der Knochenschwund (Osteoporose) festgestellt werden. Die Osteodensitometrie ist zur Zeit das einzige wissenschaftlich anerkannte Verfahren, das frühzeitig eine Verminderung der Knochendichte erkennen lässt, bevor die für die Osteoporose charakteristischen Komplikationen, nämlich die Knochenbrüche bzw. Knochenschmerzen, aufgetreten sind. Eine erniedrigte Knochendichte bedeutet nicht automatisch eine Osteoporose, erfordert aber eine sorgfältige Untersuchung. Dies hat praktische Konsequenzen: Je früher eine Osteoporosetherapie einsetzt, um so erfolgreicher kann die Osteoporose bekämpft werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Osteoporose in die Liste der weltweit 10 bedeutendsten Krankheiten aufgenommen.

Die Zwei-Spektren-Röntgenabsorption (DXA), wie sie in unserer Praxis angewendet wird, misst die Knochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule (L1-L4) und am Oberschenkelhalsknochen. Ganzkörper-Messungen sind ebenfalls möglich. Im Gegensatz zu anderen Messmethoden (z.B. Ultraschall) ist die Reproduzierbarkeit und diagnostische Aussagekraft sehr hoch.
Bei der Knochendichtemessung vergleicht der Orthopäde die Knochenstruktur mit der Norm von Personen Ihres Alters und Ihrer Konstellation. Außerdem kann er die Abweichung (T-Score) des gemessenen Dichtewertes von den statistisch bekannten Messwerten eines jungen Erwachsenen erfassen. Die DXA-Messung an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhalsknochen entspricht dem heutigen „Gold-Standard“.

Bei pathologischen Knochendichtewerten sind die Einleitung einer adäquaten Osteoporosetherapie und regelmäßige Nachkontrollen sehr wichtig.
  • In folgenden Fällen wird eine Knochendichte-Messung veranlasst: Knochenschmerzen, Rundrücken, gehäufte Knochenbrüche
  • Bei erhöhtem Osteoporose-Risiko: bei Alkohol- und/oder Nikotinmissbrauch, bei gehäufter Osteoporose in der Familie, bei Diabetikern oder bei Mangelernährung, bei Frauen nach der Menopause
  • Zur Verlaufs- bzw. Therapiekontrolle der Osteoporose.

Kosten
Die Krankenkassen bezahlen die Osteodensitometrie nur bei manifester Osteoporose, d. h. wenn bereits Folgeschäden, wie z.B. Knochenbrüche, eingetreten sind.

Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (Igel-Leistung) werden die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen. Zur Zeit entstehen für Sie in unserer Praxis bei Inanspruchnahme der Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)  incl. Beratung Kosten von 42,00 Euro (gem. GOÄ).






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