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Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir sind aus dem Urlaub zurück und ab Montag, 09.08.2010, 08.00 Uhr,
frisch und erholt wieder für Sie da!

Ihr Dr. Peter Schneider u. Praxisteam    
  
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Chirotherapie

Die Chirotherapie kommt bei funktionellen Störungen des Bewegungsapparates, speziell der Wirbelsäule und der Gelenke zur Anwendung. Der Name Chirotherapie leitet sich vom griechischen Wort für Hand ab (Cheir). Die Hand ist tatsächlich das wichtigste Werkzeug des diagnostizierenden und therapierenden Chirotherapeuten.

Die Chirotherapie ist als Behandlungsform in der Humanmedizin voll anerkannt. Chirotherapeuten sind ausschließlich Ärzte, die durch Weiterbildung und Prüfung diese Zusatzbezeichnung erworben haben. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt und die Ausbildung standardisiert und einheitlich.


Was leistet die Chirotherapie?
Durch chirotherapeutische Handgriffe lassen sich vorübergehende segmentale Funktionsstörungen der Wirbelsäule und Funktionsstörungen der Gelenke beseitigen, sodass die Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Verspannungen der Muskulatur nachlassen. Diese Funktionsstörungen werden vom Chirotherapeuten auch als Blockaden bezeichnet. So wird verständlich, dass sich Beschwerden, die durch Verschleiß, Entzündungen oder strukturelle Veränderungen entstehen, nicht wesentlich durch die manuelle Medizin verbessern. Hier besteht allenfalls eine kurzfristige symptomatische Besserung, die aber nicht lange anhält.
 
Durch die segmentalen Funktionsstörungen im Bereich der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte werden oft Nervenwurzeln gereizt, deren Funktion normalerweise die Weiterleitung der Empfindungen aus dem ganzen Körper an das Gehirn ist. Durch die resultierenden Informationsänderungen, werden im Gehirn und Rückenmark Schmerzempfindungen und Schutzreflexe (reaktive Muskelverspannungen) ausgelöst. Deshalb können Blockaden für viele Beschwerden verantwortlich sein, die zum Teil weit entfernt von der Wirbelsäule auftreten.

Blockaden der Halswirbelsäule können zu folgenden Beschwerden führen:
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Hörstörungen und Sehstörungen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Psychische Veränderungen
  • Schlafstörungen
  • Herzbeschwerden
Blockaden der Brustwirbelsäule äußern sich häufig als:
  • Schulterschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Herzbeschwerden
  • Atemstörungen
  • Magen- und Verdauungsstörungen
Blockaden der Lendenwirbelsäule und des Übergangs von Kreuzbein und Darmbein verursachen häufig:
  • Nierenschmerzen
  • Darmkrämpfe
  • Unterleibsschmerzen
  • Prostatabeschwerden
  • Hüftbeschwerden
  • Bein- und Kniebeschwerden
  • Fußschmerzen

Was sind Blockierungen?
Als Blockierung werden in der Chirotherapie segmentale Funktionsstörungen von Gelenken der Wirbelsäule bezeichnet. Diese können verschiedenste Ursachen haben: z. B. können sie unmittelbar durch eine ungewöhnliche Belastung in unkontrollierter Körperhaltung beim Heben größerer Lasten ausgelöst werden oder durch Fehlhaltungen bei Wirbelsäulenverkrümmungen oder durch längere anhaltende Zwangshaltungen bei der Arbeit.
Auch nach Stauchungen und Distorsionen wie z. B. Schleudertrauma der Halswirbelsäule kann es zu Blockaden mit entsprechend heftigen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen.
Manchmal entstehen auch durch innere Organerkrankungen reflexbedingt sekundäre Blockierungen im Bereich der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke.
 
Durch Schmerzrezeptoren in den Gelenkkapseln können Schmerzimpulse wahrgenommen werden die zu reflexhaften Muskelverspannungen führen und das gestörte Gelenkspiel in seiner Fehlhaltung fixieren.


Wie werden Blockierungen festgestellt?
Blockierte Wirbel können daran festgestellt werden, dass sie beim Durchbewegen in einer Richtung plötzlich stoppen, während die Bewegungsfreiheit von gesunden Wirbeln normalerweise elastisch endet. Auf diese Weise gelingt es dem Arzt, die freie Richtung und die gestörte Richtung des Gelenks zu identifizieren.

In der Umgebung der segmentalen Funktionsstörung sind oft sehr schmerzhafte Muskelverhärtungen, sogenannte Irritationszonen, feststellbar.


Wie werden Blockierungen behandelt?
Zunächst bringt der Chirotherapeut den Patienten in die zur Behandlung erforderliche Körperstellung. Anschließend setzt er einen Probezug an, bei dem die freie Richtung des Gelenkspiels noch einmal getestet und dann das betroffene Gelenk unter eine vorsichtige Spannung gesetzt wird. Hierbei sollten keine Schmerzen auftreten.

Entscheidend ist danach ein kleiner, schneller Impuls in die freie Richtung über den sanften Anschlag der Gelenkbeweglichkeit hinaus mit einem speziellen chirotherapeutischen Handgriff. Hierbei entstehen bei richtiger Technik keine Schmerzen. Ist diese Therapiemaßnahme erfolgreich, wird die Blockierung gelöst und die Beschwerden des Patienten lassen augenblicklich nach. Zurück bleibt oft nur ein leichter Muskelkater. Das während der Behandlung hörbare Knacken entsteht, wenn die Gelenke auseinander klaffen und sich Adhäsionen lösen.
 
Wenn die Erkrankung inner Organe der Wirbelgelenksblockade zugrunde liegt, treten die Beschwerden oft nach kurzer Zeit wieder auf. Hier sollte zunächst die Grunderkrankung behandelt werden, um einen andauernden Therapieerfolg zu erreichen.

Nur eine gute Stabilisierung der Rückenmuskulatur kann ein häufiges Auftreten von Wirbelblockaden verhindern. Deshalb sollte eine intensive Gymnastik, zunächst unter physiotherapeutischer Anleitung und später in Eigeninitiative hier ein “natürliches Korsett” aufbauen. Gibt es Risiken durch die Chirotherapie?

Wenn die Chirotherapie fachmännisch, das heißt nach den Leitlinien der Gesellschaft für Manuelle Therapie durchgeführt wird, kann einer gesunden und stabilen Wirbelsäule eigentlich nicht geschadet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. bei Osteoporose, also einer vermehrten Neigung zur Knochenbrüchigkeit, kann ein “Einrenkmanöver”, also eine Manipulation, weiterführende Schädigungen verursachen. Bei Verdacht auf eine Knochenerkrankung müssen deshalb vor der Behandlung Röntgenbilder angefertigt werden.
 
Besondere Vorsicht ist bei der Durchführung der Chirotherapie an der Halswirbelsäule geboten, da hier wegen der besonderen anatomischen Lage der Arteria vertebralis (Halsschlagadern) ein Einfluss auf die Hirndurchblutung genommen werden kann. Die Behandlung der Halswirbelsäule sollte deshalb ausschließlich nur von erfahrenen Chirotherapeuten besonders schonend durchgeführt werden. Vor der chirotherapeutischen Behandlung der HWS muss deshalb ein aktuelles Röntgenbild der HWS angefertigt werden!





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