Seit über 4000 Jahren wurzelt die Akupunktur in dem Fundus der Erfahrung chinesischer Medizin. Seit 1600 v. Chr. ist bekannt, dass zugespitzte Bambus- und Bronzenadeln zur Behandlung verwendet wurden. Die Schrift "Innere Klassiker des Gelben Fürsten“, eine Anleitung zur Chinesischen Medizin, ca. 300 v. Chr., dokumentiert die Erfahrungswerte dieser Heilkunst. Heute ist die Akupunktur, über alle kulturellen Grenzen hinweg, als adjuvante Therapiemöglichkeit geschätzt und auch als Therapieform in der "westlichen Medizin" voll akzeptiert. Inzwischen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Akupunktur bei über 40 Krankheiten, insbesondere bei Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates sowie bei Kopfschmerzsyndromen oder Migräne. In der Schmerztherapie und für die Behandlung chronischer Erkrankungen ist die Akupunktur unverzichtbar geworden.
Wirkungsweise:
Bereits auf der Rückenmarksebene hemmen die feinen Akupunkturreize die Schmerzfortleitung zum Gehirn. Außerdem werden im Gehirn nach der Akupunktur psychisch ausgleichende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Hormone produziert. immunologische Mechanismen (Zytokine, Wachstumsfaktoren) fördern die Regeneration geschädigter Gewebe.
Vorteile der Akupunktur:
Die Akupunktur zeigt bei korrekter Anwendung praktisch keine Nebenwirkungen. Verwendet werden sterile Akupunktur-Einmalnadeln, die besonders fein geschliffen sind. Eine Krankheitsübertragung ist hierdurch nicht möglich.
Dauer und Art der Behandlung:
Jede Akupunktursitzung dauert etwa 20 Minuten. Eine Therapieserie umfasst abhängig vom therapeutischen Effekt ca. 10 Sitzungen. Häufig kommen auch die Moxibustion (Wärmetherapie) und Schröpfgläser zum Einsatz. Die Ohrakupunktur oder die Laser-Akupunktur stellen weitere wirkungsvolle Anwendungsmöglichkeiten in der Akupunktur dar.
Akupunktur bei Zervikal-Syndromen:
Bandscheibenbedingte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule werden durch die Akupunktur-Behandlung beseitigt bzw. deutlich gelindert. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass ca. 70% der Patienten die die Akupunktur als „gut“ bis „sehr gut“ einstuften, ca. 19% als „befriedigend“ und 11% betrachteten die Therapie jedoch als erfolglos.
Akupunktur bei Knie-Schmerzen:
Aktuelle seriöse wissenschaftliche Studien belegen, dass Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen im Bereich der Kniegelenke durch die Akupunktur in über 50% aller Fälle beseitigt bzw. deutlich gelindert werden.
Akupunktur bei Schulter-Beschwerden:
Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen im Bereich der Schultergelenke (z.B. frozen shoulder) werden durch die Akupunktur-Behandlungen in ca. 60% aller Patienten deutlich gelindert bzw. beseitigt.
Akupunktur bei Schmerzsyndromen der unteren Wirbelsäule:
Ca. 34% der Patienten stuften die Akupunktur als „gut“ bis „sehr gut“ ein, ca. 19% als „befriedigend“ und ca. 14% empfanden die Therapie als erfolglos. D. h. bandscheibenbedingte Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der LWS können durch die Akupunktur-Behandlung deutlich gelindert werden. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen das.
Akupunktur bei Schwindel oder Tinnitus:
Die quälenden Ohrgeräusche beim Tinnitus werden durch die Akupunktur deutlich verringert und die beschwerdefreien Intervalle werden in über 50% erheblich größer. Ebenso können Schwindel-Syndrome erfolgreich behandelt werden.